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Handschriften von Rachel und Daniel Chanoch

Rachel Chanoch, die Witwe des KZ-Überlebenden Daniel Chanoch, hat ihre Worte zum Gedenkort Gunskirchen handschriftlich festgehalten – auf Englisch. Der hebräische Text stammt von Daniel Chanoch: eine Warnung an die Welt, geschrieben 75 Jahre nach der Befreiung.

„Viele Jahre lang wartete mein geliebter, verstorbener Mann Daniel Chanoch auf diesen Moment – den Moment, in dem die Erinnerung an das Lager Gunskirchen für kommende Generationen bewahrt wird. Ich hoffe, dass sich Gräueltaten wie jene, die dort geschehen sind, niemals wiederholen werden.“ – Rachel Chanoch

Hebräischer Text von Daniel Chanoch (Übersetzung):

„Menschen dieser Welt, 75 Jahre nach dem Sieg über Deutschland bin ich noch immer nicht befreit. Mit meinen eigenen Augen habe ich als zwölfjähriger Junge den Sadismus gesehen. Wie Frauen und Kinder in die Gaskammern nach Birkenau geschickt wurden. Wie die Welt schwieg, obwohl es Mittel gab, die Todesfabrik zu stoppen. Flugzeuge der Alliierten flogen über die Vernichtungslager, stoppten den Tod jedoch nicht. Ich warne die Welt vor Faschismus, Rassismus und Diktatoren. Sie müssen bis auf den Grund ausgerottet werden.“

Handschrift von Rachel Chanoch, englische Fassung
Handschrift von Rachel Chanoch, englische Fassung
Hebräischer Text von Daniel Chanoch
Hebräischer Text von Daniel Chanoch (Übersetzung im Text)
Handschrift von Rachel Chanoch mit „Never again – Niemals vergessen“
Englische Fassung mit „Never again – Niemals vergessen“

Quellen

  1. Englischer Text geschrieben von Rachel Chanoch, Ehefrau von Daniel Chanoch, Zeitzeuge und ehemaliger Gefangener unter anderem im KZ-Außenlager Gunskirchen. Hebräischer Text geschrieben von Daniel Chanoch. Zur Verfügung gestellt von seiner Enkelin Anna Chanoch Shani.